Verstehe und visualisiere den perfekten Betrachtungswinkel für 2-Frame Lentikular-Stereobilder. Dieses Tool simuliert in Echtzeit, wie sich Kopf- und Augenbewegungen auf die Bildqualität (Ghosting & Bildsprünge) auswirken.
Hinweis zur Berechnung: Die optische Auswertung nutzt eine realistische Cosinus-Abnahme (Glockenkurve). Dadurch wird simuliert, wie die Sichtbarkeit des jeweiligen Frames vom Zentrum (100%) bis zum Rand des Linsenwinkels (0%) sanft abfällt.
1. Das Prinzip des Sweet-Spots
Bei einem klassischen 2-Bilder-Stereoeffekt (für das linke und rechte Auge) existiert der absolut perfekte Betrachtungswinkel (Sweet-Spot) nur exakt auf der optischen Achse (0°).
- Bewegt sich der Betrachter seitlich, weichen die Augen von dieser Achse ab.
- Das Bild des jeweils anderen Auges beginnt "einzubluten", was als sogenanntes Ghosting (Mischfarbe) wahrgenommen wird.
- Wird der Sichtbereich der Linse komplett verlassen, kommt es zum Bildsprung (Pseudostereo), bei dem linkes und rechtes Bild vertauscht werden.
2. Parameter einstellen
Auf der linken Seite des Simulators findest du Schieberegler, um verschiedene Betrachtungsszenarien durchzuspielen. Die Simulation passt sich bei jeder Änderung in Echtzeit an:
- Öffnungswinkel (Grad): Bestimmt den optischen Sichtwinkel der verwendeten Lentikularfolie (z. B. engwinklige 3D-Linsen vs. weitwinklige Flip-Linsen).
- Augenabstand (mm): Der natürliche Abstand zwischen der Pupille des linken und rechten Auges (die Norm liegt bei ca. 65 mm).
- Betrachtung aus (mm): Die Entfernung des Betrachters zum Lentikularbild. Hier siehst du, warum ein größerer Abstand den Sweet-Spot oft toleranter macht.
- Seitliche Shift (mm): Simuliert die physische Bewegung des Betrachters nach links oder rechts vor dem Bild.
Tipp: Mit dem Button "Position Zentrieren" kannst du den seitlichen Shift jederzeit wieder auf null (0 mm) zurücksetzen.
3. Live-Visualisierung auswerten
In der rechten Spalte siehst du die Draufsicht auf das Lentikularbild, den Abstrahlkegel der Linse und die Position der Augen.
- Die Farben der Augen und Sichtstrahlen ändern sich dynamisch. Cyan (Links) und Magenta (Rechts) stehen für ein sauberes Bild. Mischen sich die Kanäle, färben sich die Indikatoren lila (Ghosting) oder rot (Bildsprung).
- Informationsgehalt (%): Unter der Grafik wird für jedes Auge prozentual ausgewertet, wie viel des vorgesehenen Frames noch sichtbar ist.
- Status: Begleitende Meldungen (z. B. "Exzellentes Bild", "Leichtes Crosstalk" oder "Starkes Ghosting") helfen dir, die Werte in die Praxis zu übersetzen.