Dieser Multi-Frame Interlacer (V8 Disk-Streaming Engine) verschachtelt Bildsequenzen mit höchster Subpixel-Präzision für den perfekten Lentikular-Druck. Das Tool berechnet riesige Druckvorlagen und schreibt sie ressourcenschonend direkt auf die Festplatte.
Datenschutz & Leistung: Das gesamte Interlacing findet lokal in deinem Browser (auf deiner CPU) statt. Deine Bilder werden zu keinem Zeitpunkt ins Internet hochgeladen.
Mehrsprachigkeit (Multi-Language): Das Programm ist international nutzbar. Über das Dropdown-Menü in der oberen rechten Ecke kannst du jederzeit zwischen den verfügbaren Sprachen wechseln.
1. Bilder laden & Sequenz bauen
Lade zunächst die Einzelbilder deiner Sequenz über den Button hoch. Die Software sortiert sie automatisch alphabetisch/numerisch und legt sie im Bilder-Pool ab. Von dort aus baust du deine finale Drucksequenz auf:
- Die Bilder werden beim Upload automatisch in die Frame-Sequenz übernommen. Links ist das erste Frame, rechts das letzte.
- Du kannst die Reihenfolge per Knopfdruck umkehren oder die Sequenz leeren.
- Um ein Bild mehrfach oder in bestimmter Reihenfolge zu nutzen, klicke einfach auf die gewünschten Bilder im Bilder-Pool – sie werden dann nacheinander an die Sequenz angehängt.
2. Echtzeit-Vorschau kontrollieren
Sobald mindestens zwei Bilder in der Sequenz liegen, startet im Bereich "Echtzeit-Vorschau" eine Animation. Nutze den Schieberegler für die Geschwindigkeit (FPS), um zu prüfen, ob der Ablauf deines Wechseleffekts oder deiner 3D-Animation flüssig und in der korrekten Reihenfolge abläuft.
3. Linsen-Ausrichtung festlegen
Je nach gewünschtem Effekt muss die Lentikularfolie anders auf dem Bild liegen:
- Vertikal (|||): Die Linsen verlaufen von oben nach unten. Standard für echte 3D-Tiefeneffekte und Links-Rechts Wechselbilder.
- Horizontal (---): Die Linsen verlaufen von links nach rechts. Standard für Animationen, Morphings und Oben-Unten Wechselbilder.
4. Druckparameter & Optimale Frames
Um Geisterbilder (Ghosting) zu vermeiden, müssen Software und Drucker perfekt aufeinander abgestimmt sein:
- Netto-Format (cm): Gib dein gewünschtes Druckmaß an. Bei aktivierter Checkbox werden die Proportionen deines ersten Referenzbildes automatisch beibehalten.
- Linsenraster (LPI): Der exakte Wert (Lenses Per Inch) deiner Folie. Mache vorab immer einen Pitchtest!
- Druckauflösung (PPI): Die physikalische Auflösung deines Druckers (z. B. 600 für Canon/HP, 720 für Epson). Nutze ggf. die freie Eingabe.
- Der "Optimale Frames" Hinweis: Sobald du LPI und PPI eingibst, berechnet das Tool die mathematisch ideale Anzahl an Bildern (Frames). Beispiel: Bei 600 PPI und 60 LPI passen exakt 10 Pixel unter eine Linse (= 10 Frames). Lade nach Möglichkeit genau diese Menge in die Sequenz, um Interpolationsfehler zu vermeiden.
5. Justiermarken & Zusatzeinstellungen
Die exakte Montage der Folie ist der schwierigste Teil. Das Programm hilft dir dabei durch generierte Ränder:
- Randzugabe (mm): Fügt dem Bild einen weißen Rahmen hinzu. In diesem Rahmen werden hochpräzise Zentrier-Zeiger und Moiré-Muster (je nach Linsen-Ausrichtung) gedruckt.
- Breite des Zentrier-Zeigers (cm): Skaliert die Markierungsboxen am Rand für die manuelle Ausrichtung.
- Interpolation: Steuert, wie Pixel bei der Skalierung verrechnet werden. Smart (Bikubisch) liefert glattere Verläufe, Hart (Nearest Neighbor) hält Kanten gestochen scharf.
6. Interlacing & direktes Rendern
Dieses Tool nutzt eine moderne Disk-Streaming Engine. Das bedeutet, das Bild wird in extrem hoher Auflösung berechnet und stückweise als unkomprimierte .tif-Datei direkt auf deine Festplatte geschrieben, ohne deinen Arbeitsspeicher zum Absturz zu bringen.
- Klicke auf "Direkt auf Festplatte rendern (.tif)".
- Wähle in dem erscheinenden Dialog aus, wo die TIF-Datei gespeichert werden soll. Der Ladebalken zeigt dir nun den Fortschritt an.
- Klicke nach Abschluss bei Bedarf auf "Header (.txt) speichern". Dies erzeugt eine nützliche Textdatei mit allen Parametern (Auflösung, LPI, Maße), die du später als Referenz für den RIP/Druck benötigst.
Wichtiger Hinweis für Firefox-Nutzer: Firefox unterstützt die moderne "File System Access API" zum direkten Speicherdialog nicht vollständig. Wenn du Firefox nutzt, erscheint kein Dialogfeld am Anfang. Das Bild wird sicher im Hintergrund (OPFS) berechnet und nach 100% automatisch in deinen Download-Ordner verschoben.
Technische Grenzen (Wann das Rendern fehlschlägt)
Obwohl der Arbeitsspeicher bei der Erstellung des Endbildes stark geschont wird, gibt es browserbedingte und mathematische Grenzen:
- Maximal 4 GB Dateigröße: Das Standard-TIFF-Format unterstützt maximal 4 Gigabyte. Wird das generierte Druckbild größer (z. B. bei Plakatwänden in sehr hoher Auflösung), wird die Datei unbrauchbar.
- Maximal ~32.000 Pixel Kantenlänge: Moderne Webbrowser haben ein Limit für die Bildgenerierung. Bei 600 PPI entspricht das einer maximalen Druckbreite/-höhe von ca. 1,35 Metern.
- Zu große/viele Quellbilder: Deine hochgeladenen Basis-Bilder müssen komplett in den Browser geladen werden. Zu viele extrem große Originalbilder (z. B. dutzende 4K-Bilder) können den Browser-Tab vorzeitig zum Absturz bringen.
- Volle Festplatte (speziell bei Firefox): Da Firefox einen Zwischenspeicher für den Download nutzt, bricht das Rendern ab, wenn auf deinem Systemlaufwerk (meist C:) nicht mehr genug freier Speicherplatz vorhanden ist.
7. Montage-Anleitung: Linse & Druck verbinden
- Ausdrucken: Drucke die generierte TIF-Datei zwingend mit 100% Skalierung (ohne Seitenanpassung, "Actual Size") in höchster Qualität auf glänzendem Fotopapier.
- Schiefstand prüfen: Lege die Folie mit der glatten Seite auf den Druck. Schau auf die Ränder: Bildet sich dort ein Hell-Dunkel-Streifenmuster, liegt die Linse schief. Drehe sie minimal, bis das Muster an der kompletten Kante auf eine Vollfarbe "umkippt" (Moiré-Auslöschung).
- Zentrum finden: Blicke genau senkrecht von oben auf das Bild. Verschiebe die Folie so lange, bis die dicken schwarzen Zentrier-Zeiger exakt mittig in den roten Boxen am Bildrand liegen.
- Fixieren: Klebe die Folie an einer Kante fest, prüfe noch einmal das Zentrum und laminiere sie dann kalt auf, oder spanne das Bild fest in einen Rahmen.